Neubau einer Genossenschafts- Wohnanlage

1. Preis Realisierungswettbewerb März 2024

Standort:

Stefanusstraße 8, 82166 Gräfelfing

Auftraggeber:

Gemeinde Gräfelfing

Fläche:

ca. 2300m²

Projektlaufzeit:

Wettbewerb 2024, Projekt 2025 - heute

Leistungsphasen:

1 - 8

Architekt/in:

bogevischs büro (architektur & stadtplanung gmbh)

Alte Brauakademie Gräfelfing
Alte Brauakademie Gräfelfing
Alte Brauakademie Gräfelfing

Städtebauliche Idee

Der Entwurf zeichnet sich aus durch den Erhalt beider Bestandsbauten und zwei ergänzenden Anbauten mit Staffelgeschoss im Norden des Grundstücks. Es entsteht ein Ensemble aus vier Baukörpern, welche von einer gemeinsamen Mitte erschlossen werden. Durch die geschickte Lage des Hofes bildet sich ein geschützter Raum der Gemeinschaft. Durch die Fuge in Form des Hofes werden in der Körnung angemessene Baukörper generiert, welche optimal belichtet und belüftet werden können. Statt einer städtebaulichen Großform entsteht eine dorfartige Struktur mit wenig Versiegelung und großzügigen Freiflächen. Die bestehende Villa wird zum Haus der Gemeinschaft. Sie bildet den Auftakt des Ensembles, knüpft an die bestehende Nachbarschaft an und formuliert eine einladende Geste für das Zusammenleben und den Austausch innerhalb und außerhalb der Bewohnerschaft

Freiflächen

Die Freiflächen sind von einer Vielfalt an Funktion und Charakter geprägt. Der gemeinschaftliche Hof in der Mitte kann als Multifunktionsfläche frei bespielt werden und allerart Veranstaltungen und gemeinschaftlichen Aktivitäten dienen. Daran anknüpfend befindet sich eine Spielfläche. Der westliche Teil des Grundstücks mit seinem wertvollen Baumbestand wird natürlich belassen und fördert die Biodiversität. Charakterstiftend für das Grundstück ist der eindrucksvolle Garten, zu der sich die Villa öffnet. Dieser Parkgarten verbindet das Ensemble mit dem Naherholungsgebiet der Würm und öffnet sich zum Fluss und zur Nachbarschaft.
Ein Gemeinschaftsgarten im vorderen Bereich des Grundstücks, sowie eine gemeinschaftliche Dachterrasse auf dem Dach des 2.Obergeschosses laden zum gemeinsamen Gärtnern und Feiern ein.

Ökologisches Bauen und Nachhaltigkeit

Aus Gründen der Reduzierung von grauer Energie und eines bewussten und nachhaltigen Umgangs mit bestehender Bausubstanz werden beide Bestandsbauten erhalten. Die beiden Anbauten werden in einer Holzbaukonstruktion unter den Aspekten des zirkulären Bauens errichtet. Fassadenbegrünungen und Retentionsdächer tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Photovoltaik auf den Flachdächern leistet einen Beitrag zur solaren Stromgewinnung. Die Beleuchtung der Gebäude ist insektenfreundlich. Zudem ergeben sich unterschiedliche Grünräume, welche die Biodiversität fördern und verschiedene Lebensräume für Tiere und Insekten bieten. Der bestehende, als auch der ergänzte Baumbestand, bindet CO2 und verbessert die Luft nachhaltig.