Überlagerung Planungsumgriff mit Luftbild
Grundschule im Werksviertel
Pausenhof auf den Spuren einer Waggonfabrik
Das Gelände liegt in einem ehemals stark industriell geprägten Stadtviertel, das heute moderne Architektur, alte Werksgebäude und Streetart vereint.
Der kompakte 4-geschossige Neubau der Grundschule mit integrierter 3-fach-Turnhalle bildet den räumlichen Abschluss des Grundstücks im Nordosten. Die Haupterschließung erfolgt über eine halböffentliche Platzfläche. Zwei vorhandene eindrucksvolle Kastanienbäume werden erhalten und in die Platzfläche integriert.
Die Freiflächen des Schulgeländes ordnen die erforderlichen Sport- und Spielflächen auf engstem Raum, integrieren vorhandene Grünstrukturen und wertvollen Baumbestand und schaffen barrierefreie Verbindungen.
Durch den Grünfinger eines Baumbestandenen Biotopwalls wird der Pausenhof in zwei Bereiche gegliedert. Außenmöblierung der Mensa und Schulgarten bilden unmittelbar am Gebäude einen ruhigeren Aufenthaltsbereich. Brücken und Stege führen durch das von einer Sitzmauer umgebene Biotop in den höher gelegenen aktiveren Pausenhof mit vielfältigen Spiel- und Bewegungsangeboten, Verkehrsübungsplatz und Sportflächen. Skulpturale Spielobjekte, die zugleich robust, ästhetisch und unverwechselbar sind, können von einer Großzahl an Schülern gemeinsam genutzt werden.
Die Pausenhofgestaltung greift historische Strukturen, Materialien und Farben auf. Farbig beschichtete Stahlrundrohre bilden das einheitliche Materialkonzept in Anlehnung an die ehemalige und noch bestehende technische Struktur des Werksviertels. Vorhandene Gleisstrukturen verweisen auf die ehemalige Waggonfabrik.
Standort:
Haager Strasse 18, Werksviertel, München
Auftraggeber:
LH München Baureferat Hochbau
Fläche:
ca. 11.450m²
Projektlaufzeit:
2016-2022
Leistungsphasen:
1-5
Architekt/in:
Raum und Bau Planungsgesellschaft mbH